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Die Wis­sen­schaft wird aktu­ell von einer Flut an Open-Ansät­zen beein­flusst. Open Sci­ence, Open Access, Open Data, Open Source Soft­ware, Open Hard­ware, Open Inno­va­ti­on usw. Nicht sel­ten ist vie­len Betei­lig­ten nicht ganz klar, was über­haupt dahin­ter­steckt. Zumin­dest ahnen vie­le Trans­fer­ver­tre­ter, dass mit die­sen Ansät­zen Her­aus­for­de­run­gen für ihr täg­li­ches Han­deln ein­her­ge­hen. Das wur­de bei einer Umfra­ge unter den Teil­neh­mern der Trans­fer­al­li­anz-Kon­fe­renz 2021 ersicht­lich, bei der die TA nach der Zukunft des Trans­fers frag­te (Abb. 1.).

Abb. 1: Fra­ge nach der Zukunft des Trans­fers bei den Teil­neh­mern der TA-Kon­fe­renz 2021

Zunächst stellt sich die Fra­ge, was heißt OPEN eigent­lich? Zumeist bedeu­tet es den frei­en und weit­ge­hend unge­hin­der­ten Zugang. Doch Zugang wozu? Zugang etwas zu sehen oder auch gleich den Zugang etwas ohne Gegen­leis­tung zu nut­zen? Ich den­ke, es besteht Kon­sens, dass in ers­ter Linie ers­te­res gemeint ist. So ist das Paten­tie­ren sicher­lich einer der ältes­ten Open-Ansät­ze. Der Erfin­der kom­mu­ni­ziert der Welt offen, was er erfun­den hat. Die Nut­zung des­sen ist damit aber noch lan­ge nicht frei. Glei­ches gilt für die vor vie­len Jahr­zehn­ten ent­wi­ckel­ten Open Source Soft­ware-Initia­ti­ven. Auch hier wird Soft­ware­code offen zur Schau gestellt. Des­sen Nut­zungs­be­din­gun­gen sind aber je nach Lizenz­kon­di­tio­nen sehr unter­schied­lich. Glei­ches lässt sich fort­set­zen für neue­re Initia­ti­ven im Bereich Open Data und Open Hardware.

Es stellt sich die Fra­ge, wel­che Aus­wir­kun­gen die Open-Initia­ti­ven auf den Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer haben. Auch hier müs­sen wir wohl wie­der unter­schei­den. Geht es ledig­lich um den Wis­sens­fluss oder die Anwen­dung die­ses Wis­sens bzw. neu ent­wi­ckel­ter Tech­no­lo­gien, z. B. in Form neu­er Dienst­leis­tun­gen oder Pro­duk­te. Klar ist, der erfolg­rei­che und mög­lichst brei­te Trans­fer von Wis­sen bedingt ent­spre­chen­de Ver­brei­tungs­maß­nah­men. Wis­sen muss unter Umstän­den ziel­grup­pen­ge­recht auf­ge­ar­bei­tet und aktiv ver­brei­tet wer­den. Hier bedarf es u. a. geeig­ne­ter Platt­for­men, wie es sie im Soft­ware-Bereich mit git­hub o. ä. gibt. Neben dem offe­nen Zugang zum Wis­sen im Sin­ne von Bekannt­heit ist der ent­schei­den­de Fak­tor für die Anwen­dung des­sen Nut­zungs­be­din­gun­gen. Und hier wird’s dann doch kom­plex und spä­tes­tens hier kommt im Regel­fall dann doch der klas­si­sche Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer ins Spiel.

Auch wenn sich die For­schungs­ein­rich­tun­gen ent­schei­den, ihre Ergeb­nis­se kos­ten­los und mög­lichst ohne Ein­schrän­kun­gen von Drit­ten nut­zen zu las­sen, im Regel­fall bedarf es der expli­zi­ten Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten. Das trifft nicht nur für gewerb­li­che Schutz­rech­te zu, son­dern ins­be­son­de­re auch für ande­re urhe­ber­recht­lich geschütz­te Ergeb­nis­se, wie Berich­te, Daten, Soft­ware etc. Und dann wären da ja noch die vie­len For­schungs­er­geb­nis­se, deren spä­te­re Anwen­dung ohne Schutz­rech­te und exklu­si­ve Nut­zungs­rech­te nicht in die Anwen­dung kom­men. Bes­tes Bespiel sind Medi­ka­men­ten­ent­wick­lun­gen, bei denen kein Phar­ma­un­ter­neh­men zig Mio. € für die Fer­tig­ent­wick­lung und Tests in die Hand nimmt, wenn es nicht aus einer teil­wei­sen Mono­pol­po­si­ti­on her­aus die erfor­der­li­chen Erträ­ge erwirt­schaf­ten kann.

ERGO: Open-Ansät­ze sind eine zusätz­li­che Facet­te im Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer. Sie kön­nen in bestimm­ten Berei­chen zu einer Ver­bes­se­rung der Trans­fer­er­fol­ge füh­ren, in ande­ren wür­den sie die­sen eher ver­hin­dern. Wich­tig ist eine dif­fe­ren­zier­te Betrach­tung und mehr Auf­klä­rung, sowohl bei den Trans­fer­mit­ar­bei­te­rIn­nen als auch den Wis­sen­schaft­le­rIn­nen. Der Umgang mit die­ser zuneh­men­den Kom­ple­xi­tät erfor­dert erwei­ter­te Kom­pe­ten­zen. Mein Vor­schlag hier­zu ist u. a. die Grün­dung einer vor­über­ge­hen­den TA-Arbeits­grup­pe „Open Trans­fer“, die sich die­ses The­mas annimmt und ent­spre­chen­de Infor­ma­ti­ons- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te für die Com­mu­ni­ty ent­wi­ckelt und Hand­lungs­leit­fä­den erarbeitet.

 

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