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Inter­view: Berufs­bild “Lei­tung Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer” am Bei­spiel KIT-IRM

SoSo.FebFeb.2021202120212021
Alexander Henn

Der Tech­no­lo­gie­trans­fer aus der öffent­li­chen For­schung leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag in Wirt­schaft und Gesell­schaft. Das wird seit Beginn der Coro­na-Pan­de­mie beson­ders deut­lich: Sehr schnell muss­ten Wis­sen­schaft und Unter­neh­men Tech­no­lo­gien und Pro­duk­te zur Bekämp­fung der Krank­heit bereit­stel­len, die bis dahin nicht ver­füg­bar waren. Doch was pas­siert eigent­lich an der Schnitt­stel­le zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft? Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment, Tech­no­lo­gie­mar­ke­ting, Patent­ma­nage­ment und Grün­der­be­ra­tung: Wel­che Anfor­de­run­gen wer­den in die­sen Berufs­fel­dern gestellt?

Das KIT-IRM inter­view­ed in ihrem Blog die Mit­ar­bei­ten­den des Inno­va­tions- und Rela­ti­ons­ma­nage­ments. Den Anfang macht Dr. Jens Fah­ren­berg, Lei­ter des Inno­va­tions- und Rela­ti­ons­ma­nage­ment am KIT. Was hält der Tag bereit, wenn man ein gro­ßes Trans­fer-Team lei­tet? Wel­che Anfor­de­run­gen stellt die­ser Beruf? All das und vie­les wei­te­res lesen Sie im Inter­view im Blog “Rese­arch to Busi­ness”.

 

Wie wird man Lei­ter des Technologietransfers?

Jens Fah­ren­berg: Wie bin ich zu dem Beruf gekom­men? Eine Kom­bi­na­ti­on aus über die Jah­re gewach­se­nem Inter­es­se und einer erfolg­rei­chen inter­nen Bewer­bung im Jahr 2002. Ich habe am KIT stu­diert sowie pro­mo­viert und in die­ser Zeit ein gro­ßes Inter­es­se an der Schnitt­stel­le zur Wirt­schaft ent­wi­ckelt. Es war mir schon immer ein Anlie­gen, dass mei­ne täg­li­che Arbeit einen spür­ba­ren Nut­zen bringt.

Auch des­halb bin ich bald nach mei­ner Pro­mo­ti­on in das Wis­sen­schafts­ma­nage­ment gewech­selt und habe in der Mikro­sys­tem­tech­nik Ver­ant­wor­tung für Pro­jek­te über­nom­men, in denen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft mit­ein­an­der über Trans­fer­we­ge dis­ku­tiert haben. Hier habe ich gemerkt, dass genau die­se Schnitt­stel­le zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft sowie der Umgang mit Men­schen moti­vie­rend für mich sind. 2002 bekam ich dann die Chan­ce, die Lei­tung der dama­li­gen Tech­no­lo­gie­trans­fer­ab­tei­lung zu über­neh­men und sie wei­ter in Rich­tung eines moder­nen Trans­fers für die Gesell­schaft weiterzuentwickeln.

 

Was moti­viert Dich in Dei­nem Beruf?

Jens Fah­ren­berg: Ein gro­ßer Antrieb für mich ist sicher­lich der Umgang mit Men­schen. Das ist für mich von Vor­teil, weil man beim Trans­fer auch vom „Peo­p­les busi­ness“ spricht. Es kom­men Men­schen aus Wis­sen­schaft und Wirt­schaft zusam­men, die durch­aus ver­schie­de­ne Prä­gun­gen und Inter­es­sen haben kön­nen und damit auch unter­schied­li­che „Spra­chen“ spre­chen. Da spie­len „Über­set­zung“, Ver­ständ­nis und Ver­trau­en eine sehr wich­ti­ge Rol­le. Ich hal­te außer­dem den Trans­fer für eine ent­schei­den­de Auf­ga­be: For­schungs­er­geb­nis­se nutz­bar machen, Mehr­wer­te für Wirt­schaft und Gesell­schaft schaf­fen. Die­se Kom­bi­na­ti­on aus Men­schen und dem Wis­sen, einen wich­ti­gen und sinn­vol­len Bei­trag zu leis­ten, moti­viert mich.

 

Wel­che Anfor­de­run­gen stellt der Beruf? Was soll­te man mitbringen?

Jens Fah­ren­berg: Das hängt davon ab, wie die Trans­fer­ab­tei­lung auf­ge­baut ist: Am KIT ist es so, dass wir ein gro­ßes Team aus vie­len Expert*innen haben. Für mich ist es daher wich­tig, in allen Fel­dern ein gutes Grund­wis­sen zu haben, für kon­kre­te Ent­schei­dun­gen dann aber auch die Expert*innen ein­zu­be­zie­hen. Des­we­gen sind sicher auch Soft Skills und ein brei­tes All­ge­mein­wis­sen von Vor­teil. Bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit und dem Ver­ständ­nis für unse­re wis­sen­schaft­li­chen „Kun­den“ und Grün­der aber auch für die Fra­ge­stel­lun­gen aus der Wirt­schaft hilft mir sicher mein tech­ni­sches Stu­di­um, ich bin von Haus aus Elektroningenieur.

 

Ein natur­wis­sen­schaft­li­ches Stu­di­um ist also kei­ne Voraussetzung?

Jens Fah­ren­berg: Nein, es ist am KIT wegen des natur­wis­sen­schaft­li­chen Schwer­punk­tes sicher hilf­reich, aber auch ein BWL-Stu­di­um oder neue­re Stu­di­en­gän­ge, zum Bei­spiel Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment, sind von Vor­teil. Tech­no­lo­gie­trans­fer kann man nicht stu­die­ren, da ist glau­be ich die intrinsi­sche Moti­va­ti­on und der Wil­le pra­xis­nah zu ler­nen eine gute Voraussetzung.

 

Wie sieht ein typi­scher Tag für Dich aus? Was genau beinhal­tet Dein Beruf?

Jens Fah­ren­berg: Mei­ne Tage bestehen aus einem bun­ten Blu­men­strauß an unter­schied­lichs­ten Trans­fer­ak­ti­vi­tä­ten. Ich bin bei vie­len The­men unse­rer Dienst­leis­tungs­ein­heit ein­ge­bun­den, ob das stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen im Pat­ent­we­sen, im Mar­ke­ting oder im Care­er Ser­vice sind um nur eini­ges zu nen­nen. Des­halb ist mein Tag ins­be­son­de­re durch Kom­mu­ni­ka­ti­on, Mode­ra­ti­on und Bera­tung geprägt – inner­halb des Teams, aber auch an der Schnitt­stel­le zu ande­ren Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten des KIT.

Ein wich­ti­ger Bestand­teil mei­nes Tages ist natür­lich auch die Ver­tre­tung des KIT nach außen. Ich bin in vie­len Gre­mi­en, Kom­mis­sio­nen und Pro­jek­ten enga­giert, in denen ich das KIT als Reprä­sen­tant für die The­men Inno­va­ti­on und Tech­no­lo­gie­trans­fer ver­tre­te. Das bedeu­tet vie­le Mee­tings, bezie­hungs­wei­se momen­tan eher Video­kon­fe­ren­zen. Nor­ma­ler­wei­se bin ich wegen der ver­schie­de­nen Ter­mi­ne viel unter­wegs. Manch­mal kom­me ich abends nach Hau­se und sage zu mei­ner Frau, dass ich mich wie ein behan­deln­der Arzt füh­le: Man hat sehr vie­le kur­ze Mee­tings, trifft Men­schen mit kom­ple­xen Fra­ge­stel­lun­gen und muss ver­su­chen, Pro­ble­me schnell zu erfas­sen, Lösun­gen zu skiz­zie­ren und gute Ent­schei­dun­gen zu tref­fen – bevor wie­der das nächs­te Mee­ting kommt.

 

Wel­chen Tipp wür­dest du Men­schen an ande­ren Ein­rich­tun­gen geben, die gera­de in die Posi­ti­on einsteigen?

Jens Fah­ren­berg: Die eige­nen Mitarbeiter*innen sind meist Expert*innen in ihren jewei­li­gen Fach­ge­bie­ten. Man soll­te gera­de zu Beginn viel zuhö­ren und ler­nen, da die eige­ne Rol­le mehr die eines Gene­ra­lis­ten ist, der vie­le ver­schie­de­ne Aspek­te beden­ken und mode­rie­rend zusam­men­füh­ren muss. Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­trau­en sind wert­vol­le Bestand­tei­le guter Führung.

 

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