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Inter­view: Berufs­bild “Lei­tung Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer” am Bei­spiel KIT-IRM

14.02.2021
Alexander Henn

Der Tech­no­lo­gie­trans­fer aus der öffent­li­chen For­schung leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag in Wirt­schaft und Gesell­schaft. Das wird seit Beginn der Coro­na-Pan­de­mie beson­ders deut­lich: Sehr schnell muss­ten Wis­sen­schaft und Unter­neh­men Tech­no­lo­gien und Pro­duk­te zur Bekämp­fung der Krank­heit bereit­stel­len, die bis dahin nicht ver­füg­bar waren. Doch was pas­siert eigent­lich an der Schnitt­stel­le zwi­schen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft? Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment, Tech­no­lo­gie­mar­ke­ting, Patent­ma­nage­ment und Grün­der­be­ra­tung: Wel­che Anfor­de­run­gen wer­den in die­sen Berufs­fel­dern gestellt?

Das KIT-IRM inter­view­ed in ihrem Blog die Mit­ar­bei­ten­den des Inno­va­tions- und Rela­ti­ons­ma­nage­ments. Den Anfang macht Dr. Jens Fah­ren­berg, Lei­ter des Inno­va­tions- und Rela­ti­ons­ma­nage­ment am KIT. Was hält der Tag bereit, wenn man ein gro­ßes Trans­fer-Team lei­tet? Wel­che Anfor­de­run­gen stellt die­ser Beruf? All das und vie­les wei­te­res lesen Sie im Inter­view im Blog “Rese­arch to Busi­ness”.

 

Wie wird man Lei­ter des Technologietransfers?

Jens Fah­ren­berg: Wie bin ich zu dem Beruf gekom­men? Eine Kom­bi­na­ti­on aus über die Jah­re gewach­se­nem Inter­es­se und einer erfolg­rei­chen inter­nen Bewer­bung im Jahr 2002. Ich habe am KIT stu­diert sowie pro­mo­viert und in die­ser Zeit ein gro­ßes Inter­es­se an der Schnitt­stel­le zur Wirt­schaft ent­wi­ckelt. Es war mir schon immer ein Anlie­gen, dass mei­ne täg­li­che Arbeit einen spür­ba­ren Nut­zen bringt.

Auch des­halb bin ich bald nach mei­ner Pro­mo­ti­on in das Wis­sen­schafts­ma­nage­ment gewech­selt und habe in der Mikro­sys­tem­tech­nik Ver­ant­wor­tung für Pro­jek­te über­nom­men, in denen Wis­sen­schaft und Wirt­schaft mit­ein­an­der über Trans­fer­we­ge dis­ku­tiert haben. Hier habe ich gemerkt, dass genau die­se Schnitt­stel­le zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft sowie der Umgang mit Men­schen moti­vie­rend für mich sind. 2002 bekam ich dann die Chan­ce, die Lei­tung der dama­li­gen Tech­no­lo­gie­trans­fer­ab­tei­lung zu über­neh­men und sie wei­ter in Rich­tung eines moder­nen Trans­fers für die Gesell­schaft weiterzuentwickeln.

 

Was moti­viert Dich in Dei­nem Beruf?

Jens Fah­ren­berg: Ein gro­ßer Antrieb für mich ist sicher­lich der Umgang mit Men­schen. Das ist für mich von Vor­teil, weil man beim Trans­fer auch vom „Peo­p­les busi­ness“ spricht. Es kom­men Men­schen aus Wis­sen­schaft und Wirt­schaft zusam­men, die durch­aus ver­schie­de­ne Prä­gun­gen und Inter­es­sen haben kön­nen und damit auch unter­schied­li­che „Spra­chen“ spre­chen. Da spie­len „Über­set­zung“, Ver­ständ­nis und Ver­trau­en eine sehr wich­ti­ge Rol­le. Ich hal­te außer­dem den Trans­fer für eine ent­schei­den­de Auf­ga­be: For­schungs­er­geb­nis­se nutz­bar machen, Mehr­wer­te für Wirt­schaft und Gesell­schaft schaf­fen. Die­se Kom­bi­na­ti­on aus Men­schen und dem Wis­sen, einen wich­ti­gen und sinn­vol­len Bei­trag zu leis­ten, moti­viert mich.

 

Wel­che Anfor­de­run­gen stellt der Beruf? Was soll­te man mitbringen?

Jens Fah­ren­berg: Das hängt davon ab, wie die Trans­fer­ab­tei­lung auf­ge­baut ist: Am KIT ist es so, dass wir ein gro­ßes Team aus vie­len Expert*innen haben. Für mich ist es daher wich­tig, in allen Fel­dern ein gutes Grund­wis­sen zu haben, für kon­kre­te Ent­schei­dun­gen dann aber auch die Expert*innen ein­zu­be­zie­hen. Des­we­gen sind sicher auch Soft Skills und ein brei­tes All­ge­mein­wis­sen von Vor­teil. Bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit und dem Ver­ständ­nis für unse­re wis­sen­schaft­li­chen „Kun­den“ und Grün­der aber auch für die Fra­ge­stel­lun­gen aus der Wirt­schaft hilft mir sicher mein tech­ni­sches Stu­di­um, ich bin von Haus aus Elektroningenieur.

 

Ein natur­wis­sen­schaft­li­ches Stu­di­um ist also kei­ne Voraussetzung?

Jens Fah­ren­berg: Nein, es ist am KIT wegen des natur­wis­sen­schaft­li­chen Schwer­punk­tes sicher hilf­reich, aber auch ein BWL-Stu­di­um oder neue­re Stu­di­en­gän­ge, zum Bei­spiel Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment, sind von Vor­teil. Tech­no­lo­gie­trans­fer kann man nicht stu­die­ren, da ist glau­be ich die intrinsi­sche Moti­va­ti­on und der Wil­le pra­xis­nah zu ler­nen eine gute Voraussetzung.

 

Wie sieht ein typi­scher Tag für Dich aus? Was genau beinhal­tet Dein Beruf?

Jens Fah­ren­berg: Mei­ne Tage bestehen aus einem bun­ten Blu­men­strauß an unter­schied­lichs­ten Trans­fer­ak­ti­vi­tä­ten. Ich bin bei vie­len The­men unse­rer Dienst­leis­tungs­ein­heit ein­ge­bun­den, ob das stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen im Pat­ent­we­sen, im Mar­ke­ting oder im Care­er Ser­vice sind um nur eini­ges zu nen­nen. Des­halb ist mein Tag ins­be­son­de­re durch Kom­mu­ni­ka­ti­on, Mode­ra­ti­on und Bera­tung geprägt – inner­halb des Teams, aber auch an der Schnitt­stel­le zu ande­ren Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten des KIT.

Ein wich­ti­ger Bestand­teil mei­nes Tages ist natür­lich auch die Ver­tre­tung des KIT nach außen. Ich bin in vie­len Gre­mi­en, Kom­mis­sio­nen und Pro­jek­ten enga­giert, in denen ich das KIT als Reprä­sen­tant für die The­men Inno­va­ti­on und Tech­no­lo­gie­trans­fer ver­tre­te. Das bedeu­tet vie­le Mee­tings, bezie­hungs­wei­se momen­tan eher Video­kon­fe­ren­zen. Nor­ma­ler­wei­se bin ich wegen der ver­schie­de­nen Ter­mi­ne viel unter­wegs. Manch­mal kom­me ich abends nach Hau­se und sage zu mei­ner Frau, dass ich mich wie ein behan­deln­der Arzt füh­le: Man hat sehr vie­le kur­ze Mee­tings, trifft Men­schen mit kom­ple­xen Fra­ge­stel­lun­gen und muss ver­su­chen, Pro­ble­me schnell zu erfas­sen, Lösun­gen zu skiz­zie­ren und gute Ent­schei­dun­gen zu tref­fen – bevor wie­der das nächs­te Mee­ting kommt.

 

Wel­chen Tipp wür­dest du Men­schen an ande­ren Ein­rich­tun­gen geben, die gera­de in die Posi­ti­on einsteigen?

Jens Fah­ren­berg: Die eige­nen Mitarbeiter*innen sind meist Expert*innen in ihren jewei­li­gen Fach­ge­bie­ten. Man soll­te gera­de zu Beginn viel zuhö­ren und ler­nen, da die eige­ne Rol­le mehr die eines Gene­ra­lis­ten ist, der vie­le ver­schie­de­ne Aspek­te beden­ken und mode­rie­rend zusam­men­füh­ren muss. Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­trau­en sind wert­vol­le Bestand­tei­le guter Führung.

 

Hochschul-Verbund um @TUBergakademie setzt sich für mehr #Technologietransfer ein

Mehr zum im Bund-Länder-Programm „#InnovativeHochschule“ geförderten Innovationsverbund 4transfer erfahren Sie bei #FokusTransfer im Beitrag von @HolgerMauelsha1

https://fokustransfer.de/hochschul-verbund-fuer-mehr-technologietransfer/

Für alle die sich intensiv mit dem Thema Indikatorik beschäftigen wollen: das Whitepaper der @TAllianzeV findet sich hier: https://www.transferallianz.de/fileadmin/user_upload/downloads/Whitepaper_des_AK_Indikatorik_der_TransferAllianz_WTT_Indikatorik_Stand_Mai_2021.pdf
#innovativehochschule #ihskonferenz22 #transfer

👏 Wir gratulieren den 55 zur Förderung in der zweiten Förderrunde der Bund-Länder-Initiative #InnovativeHochschule ausgewählten Hochschulen & insb. unseren Mitgliedern, wie @HTW_Berlin @uni_kl/ @TU_KL @UniJena oder @presseunikassel🎊

#FokusTransfer https://fokustransfer.de/zweite-foerderrunde-innovative-hochschule/
#WTT

Treffen Sie die EntscheiderInnen im #WTT auf der TA-Konferenz 2022 in #Berlin
Sie erwarten: Keynotes, Fireside Chat, Podiumsdiskussionen, Experten-Sessions unter dem großen Thema "SETTING THE STANDARD FOR UNIVERSITY SPIN-OFFS"

#Transfer #TAKonferenz22 #spinoff #entrepreuneurship

Der Hochkarätiger #Nachhaltigkeit|s|#wettbewerb Green Talents #Award startet 22 in eine neue Runde

Bis 24.05. bewerben

Mehr bei #FokusTransfer in der News von @HolgerMauelsha1

https://fokustransfer.de/green-talents-award-2022/

Quelle: @DLR_de Projektträger

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Vegetarische und vegane Lebensmittel werden immer beliebter. Viele Menschen mögen aber den typischen Geschmack von Fleisch und Wurst. An der Universität Hohenheim wurde ein einfacher Fermentationsprozess entwickelt, mit dem herzhafte Aromen natürlich hergestellt werden können.

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Mehr in der News @HolgerMauelsha1 bei #FokusTransfer
👉 https://fokustransfer.de/neues-kooperationsprojekt-wissenschaftskommunikation/

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