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Kon­gress: „In Belas­tungs­si­tua­tio­nen wie der Coro­na-Pan­de­mie spürt man, ob die Ver­sor­gungs­struk­tu­ren gut funktionieren“

Als gelun­ge­nes Bei­spiel trans­fer­ori­en­tier­ter Ver­sor­gungs­for­schung gilt das vom Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss (G‑BA) geför­der­te Pro­jekt Ave­nue-Pal. In den ver­schie­de­nen Pha­sen des Pro­jek­tes wird zunächst die aktu­el­le Ver­le­gungs­pra­xis Ster­ben­der durch Reprä­sen­ta­tiv­be­fra­gun­gen von Kran­ken­häu­sern, Pfle­ge­hei­men und Haus­ärz­ten und unter Berück­sich­ti­gung des aktu­el­len For­schungs­stan­des erfasst und ana­ly­siert. Dar­aus wer­den dann Leit­li­ni­en zum Ver­le­gungs­ma­nage­ment Ster­ben­der für Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­hei­me ent­wi­ckelt. Durch ein tech­no­lo­gi­sches Assis­tenz­sys­tem sol­len die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se in die Pra­xis umge­setzt werden.

Vor die­sem Hin­ter­grund fand am 10. Febru­ar 2021 ein Regio­nal­kon­gress statt:

Annä­hernd 200 Teil­neh­mer besu­chen Regio­nal­kon­gress 2021 als Digi­tal­ver­an­stal­tung unter dem Mot­to „Vor­aus­schau­en­de Pla­nung – Sozia­le Teil­ha­be bis zuletzt ermöglichen“ 

Die Bilanz des Gie­ße­ner Regio­nal­kon­gres­ses 2021 fällt trotz der wid­ri­gen Umstän­de außer­or­dent­lich posi­tiv aus: Unter dem Mot­to „Vor­aus­schau­en­de Pla­nung – Sozia­le Teil­ha­be bis zuletzt ermög­li­chen“ fand am 10. Febru­ar 2021 die durch den Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss (G‑BA) geför­der­te Ver­an­stal­tung als kos­ten­freie Web­kon­fe­renz zum For­schungs­pro­jekt „Ave­nue-Pal“ des Trans­MIT-Pro­jekt­be­reichs für Ver­sor­gungs­for­schung statt. Annä­hernd 200 Teil­neh­mer unter­schied­lichs­ter Berufs­grup­pen, Regio­nen und Bun­des­län­dern hat­ten sich anläss­lich des 4‑stündigen Gie­ße­ner Kon­gres­ses auf einer vir­tu­el­len Platt­form zusammengefunden.

Bereits in den Eröff­nungs­state­ments von Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Prof. Dr. med. Hel­ge Braun, dem Prä­si­den­ten der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mit­tel­hes­sen (THM), Prof. Dr. Mat­thi­as Wil­lems, dem Geschäfts­füh­rer des Hes­si­schen Städ­te- und Gemein­de­bun­des, Harald Sem­ler sowie der Land­rä­tin des Land­krei­ses Gie­ßen, Ani­ta Schnei­der und der Ober­bür­ger­meis­te­rin der Stadt Gie­ßen, Diet­lind Gra­be-Bolz, wur­de die durch die Coro­na-Pan­de­mie aus­ge­lös­te Tages­ak­tua­li­tät unter­stri­chen. So beton­te der Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Hel­ge Braun in sei­nem Gruß­wort, dass man gera­de ange­sichts der gegen­wär­ti­gen „Belas­tungs­si­tua­tio­nen spürt, ob die Ver­sor­gungs­struk­tu­ren gut funk­tio­nie­ren, ob sie fle­xi­bel sind, ob man auch zusätz­li­che Arbeit gut abfan­gen kann oder ob es zu Pro­ble­men kommt.“

Im eröff­nen­den Vor­trag des Sozio­lo­gen und Theo­lo­gen Rei­mer Gro­ne­mey­er wur­den die grund­sätz­lich zu beant­wor­ten­den Fra­gen nach dem Umgang mit dem Alter und alten Men­schen sowie des damit ver­bun­de­nen gesell­schaft­li­chen Wer­te­ka­nons dis­kur­siv aus­ge­führt. Die zen­tra­le Bot­schaft des Refe­ren­ten an die Kon­gress­teil­neh­mer lau­te­te dabei: „“Sozia­le Teil­ha­be bis zuletzt“ ist kei­ne tech­no­kra­ti­sche Auf­ga­be, die vor allem in der Hand von Pro­fis liegt, son­dern eine Auf­ga­be, die Sor­ge, Empa­thie, ja im Grun­de Lie­be braucht.“

Leit­fa­den für Gemein­den und Städte

Aus der Pra­xis zeich­ne­ten die Wes­ter­steder Bür­ger­meis­ter Micha­el Rös­ner und Klaus Groß a. D. in ihrem Vor­trag den Weg nach, den „ihre Stadt“ hin zur „Gesund­heits­stadt“ seit vie­len Jah­ren beschrei­tet. Die Situa­ti­on der Ein­bin­dung und Unter­stüt­zung alter Men­schen – und dabei auch die Beach­tung deren letz­ten Lebens­ab­schnit­tes – erge­be sich logisch, wenn die Gesund­erhal­tung und best­mög­li­che Ver­sor­gung aller Bür­ger das Ziel einer bestän­di­gen Gemein­de- bzw. Städ­te­po­li­tik sei. Hier­bei käme der Pati­en­ten­ver­fü­gung eine beson­de­re Rol­le zu.

In anschlie­ßen­den Aus­füh­run­gen von Tho­mas Sit­te (Deut­sche Pal­lia­tiv­stif­tung) und Wolf­gang Geor­ge (THM Gie­ßen) wur­de ein für die Gemein­den und Städ­te ent­wi­ckel­ter Leit­fa­den vor­ge­stellt, unter des­sen Anwen­dung es zur wir­kungs­vol­len Sta­bi­li­sie­rung der Betreu­ung von ster­ben­den Men­schen kommt. Und dies ganz unab­hän­gig von deren Ster­be­ort: Alten­pfle­ge­ein­rich­tung, Kran­ken­haus oder auch in der häus­li­chen Ver­sor­gung. Der Gemein­de kommt dabei eine mode­rie­rend-koor­di­nie­ren­de, letzt­lich inte­grie­ren­de Funk­ti­on zu. Noch immer gebe es zu häu­fig ein „Neben­ein­an­der­her,“ könn­ten sozia­le, medi­zi­nisch-pfle­ge­ri­sche, pro­fes­sio­nel­le und nicht pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zer bes­ser kooperieren.

Ulf Sibe­li­us (UKGM Gie­ßen) berich­te­te über das Poten­zi­al eines pal­lia­ti­ven Kon­sil­diens­tes. Als dezen­tra­le Form der Mit­ver­sor­gung kön­ne ein sol­cher Dienst dazu bei­tra­gen, dass kran­ken­haus­in­ter­ne Ver­le­gun­gen, die nicht ange­zeigt oder gewünscht sind, wei­test­ge­hend ver­mie­den wer­den. Zudem wür­den Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, aber auch Ange­hö­ri­ge, früh­zei­tig und vor­aus­schau­end in die Ver­sor­gungs­pla­nung ein­ge­bun­den. Dies schaf­fe für alle Betei­lig­ten erhöh­te Sicher­heit und Orientierung.

“Vor­aus­schau­en­de Pla­nung und Teil­ha­be trägt aktiv zu einem gelun­ge­nen, emo­tio­nal beleg­ten bür­ger­na­hen Mit­ein­an­der bei”

Der Geschäfts­füh­rer der AWO in Gie­ßen, Jens Dap­per, resü­mier­te sei­ne kon­kre­ten Erfah­run­gen: „Pfle­ge­hei­me mit Ihren viel­fäl­ti­gen Ange­bo­ten zur Betreu­ung der älte­ren Bevöl­ke­rung fügen sich als eines der wich­ti­gen Ver­sor­gungs­zen­tren in die Struk­tu­ren der Kom­mu­nen ein. Vor­aus­schau­en­de Pla­nung und Teil­ha­be auch in den spä­tes­ten Pha­sen des Lebens – nicht nur in Hei­men – trägt somit aktiv zu einem gelun­ge­nen, emo­tio­nal beleg­ten bür­ger­na­hen Mit­ein­an­der bei.“

Tho­mas Schan­ze (THM Gie­ßen) beschrieb den im Zuge des „Avenue-Pal“-Projektes ent­wi­ckel­ten Pro­to­ty­pen einer App, die pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge bzw. die Fami­lie der Betrof­fe­nen ent­las­ten soll. Dies gelän­ge über eine sys­te­ma­ti­sche Aus­wei­tung und Unter­stüt­zung der Kom­pe­ten­zen der Anwen­der. Auch wür­den die ent­ste­hen­den Infor­ma­tio­nen den Anwen­dern gehö­ren. Tech­nik müs­se stets den Nut­zen des ein­zel­nen Men­schen und damit der Bür­ger in den Vor­der­grund stel­len – gera­de in der aktu­el­len schwe­ren Situation.

In den abschlie­ßen­den Aus­spra­chen und Dis­kus­sio­nen beton­te Wolf­gang Geor­ge, wis­sen­schaft­li­cher Pro­jekt­lei­ter und Mode­ra­tor des Gie­ße­ner Kon­gres­ses, die Bedeu­tung einer gelun­ge­nen Koope­ra­ti­on vie­ler. Um dies im Gesund­heits­we­sen zu ermög­li­chen, wür­den die Inte­grier­ten Ver­sor­gungs­ver­trä­ge bis heu­te die geeig­nets­te Form dar­stel­len. Bis­her ver­säumt wor­den wäre aller­dings die unmit­tel­ba­re Ein­bin­dung wei­te­rer Sozi­al­part­ner wie die Kom­mu­ne, aber auch die Inter­es­sen der Bür­ger. Ein Defi­zit, das etwa in einer regio­na­len Gesund­heits­ge­nos­sen­schaft über­wun­den wer­den könnte.

Das vom Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss (G‑BA) geför­der­te Pro­jekt Ave­nue-Pal (Ana­ly­se und Ver­bes­se­rung des sek­tor- und bereichs­über­grei­fen­den Schnitt­stel­len- und Ver­le­gungs­ma­nage­ments in der Pal­lia­tiv­ver­sor­gung) erhebt Daten dazu, wel­che Fak­to­ren bei der Ver­le­gung von Ster­ben­den in den letz­ten Lebens­ta­gen eine Rol­le spie­len. Im Rah­men die­ses Pro­jek­tes wer­den unter Feder­füh­rung des Trans­MIT-Pro­jekt­be­rei­ches für Ver­sor­gungs­for­schung (Lei­tung Diplom­psy­cho­lo­ge Prof. Dr. Wolf­gang Geor­ge), sowie in Koope­ra­ti­on mit nam­haf­ten Pro­jekt­part­nern evi­denz­ba­sier­te Leit­li­ni­en und Ent­schei­dungs­hil­fen ent­wi­ckelt, um nicht not­wen­di­ge Ver­le­gun­gen von Men­schen in deren letz­ten Lebens­pha­se in Zukunft zu verhindern.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu die­sem umfas­sen­den For­schungs­pro­jekt, den Pro­jekt­hin­ter­grund und den Pro­jekt­zie­len unter: https://www.avenue-pal.de/

Mit allen guten Wünschen für besinnliche & gesunde Feiertage verabschiedet sich das TA-Team nun bis zum 10.01.2022.
Wir danken Euch allen für Euer Engagement in der TA, die tolle Zusammenarbeit & den bereichernden Austausch & freuen uns auf ein gemeinsames TA-Jahr 2022 mit Euch!

Wir danken ebenfalls dem neuen Vorstandskollegen, Jörn Krupa
Dieser blickt auf eine mehrjährige #Transfer|erfahrung zurück, @GFZ_Potsdam & @helmholtz_de, & leitet bereits seit 3 Jahren den AK #Indikatorik
Ferner interessieren ihn #Gründungen, #Wissenstranster & #Community-Portale

Nach 144 Beiträgen möchten wir der #Transfer-Community für die vielen Tipps, Interviews & News danken & freuen uns auf spannende Beiträge von, zu, mit & über euch & eure Arbeit in 2022

Eure #FokusTransfer-Redaktion

P.S.: Ab dem 10.1.22 sind wir zurück
https://fokustransfer.de/

Herzlichen Dank, liebe #Transfer KollegenInnen & an die #Technologietransfer, #Wissenstransfer sowie an #Gründungen & #Startups Interessierten, für über 500 #Follower bei #LinkedIn!

Wir freuen uns riesig dies mit euch noch in 2021 erreicht zu haben.
https://www.linkedin.com/company/transferallianz

Wir danken den neuen Vorstandskollegen, die in der Mitgliederversammlung ins Amt gewählt wurden & sich nun mit langjähriger Expertise & hoch motiviert im Vorstand engagieren wollen.

Hierunter ist Thomas Gazlig, Leiter Geschäftsbereich @ChariteBerlin BIH Innovation.

1v2⬇️

Danke an die wachsende #Transfer #Community & an alle an #Technologietransfer, #Wissenstransfer sowie #Gründungen & #Startups aus der öffentlichen #Forschung Interessierten für 600 #Follower @ #Twitter 🎊

Um die #Gründungskultur im #Hamburg|er Wissenschaftsbereich zu fördern & zu verstärken, haben sich die größten Hamburger Hochschulen & @desy im Rahmen der Plattform @beyourpilot_de zusammengetan

Wie die Unterstützung von #Gründern aussieht, zeigt ein #Startup Beispiel
1v2 Link⬇️

Wissenschaftler der Uni Stuttgart haben ein 3D-Verfahren entwickelt, mit dem komplexe Mikro-Optiken inkl. Blenden oder weitere Bauteile in einem Schritt gedruckt werden können. Ihr Wissen haben die Erfinder nun zum Aufbau einer Firma genutzt, die bereits erfolgreich tätig ist.

Gründungswissen in der Hosentasche
Weiterbildungsplattform der @UniHalle

“Die Plattform bündelt unser umfangreiches Qualifizierungsangebot zur Unternehmensgründung auf einem [...] Portal [...]” @SuSaHu1

#FokusTransfer
https://fokustransfer.de/weiterbildungsplattform-der-uni-halle-gruendungswissen-in-der-hosentasche/

Redakteurin: @Oprime4493
#Gründung

Werden Sie sichtbar mit Ihren Forschung & Idee
Reichen Sie Ihr Abstract ein und gewinnen Sie einen Vortragsplatz auf der Curious 2022 - Future Insight™ Konferenz @merck_de/@merckgroup
Deadline für die Einreichung | 15.12.2021 19:00 Uhr (CET) @ipOcean1
https://ipocean.com/abstract-challenge-merck/

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